Lissachatina allisa „Sansibar“ – Achatschnecke
Lissachatina allisa „Sansibar“ – gestreifte Achatschnecke
Herkunft der angebotenen Tiere: Deutsche Nachzuchten – keine Importware.
Die im Handel auch als Lissachatina iredalei „Zanzibar“ angebotene Landschnecke begeistert mit einem kontrastreich gezeichneten Gehäuse. „Sansibar“ ist eine Handels- beziehungsweise Herkunftsbezeichnung und keine hier ausgewiesene wissenschaftliche Unterart. Die individuelle Zeichnung und Färbung können variieren.
Endgröße: Die Tiere erreichen eine Gehäuselänge von etwa 7 cm.
Herkunft und Lebensweise
Lissachatina allisa gehört zur Familie der Achatschnecken (Achatinidae). Als Verbreitungsgebiet werden Ostafrika mit Tansania, Kenia und Sansibar genannt. Die Tiere leben an Land und sind besonders in den Abendstunden und bei hoher Feuchtigkeit aktiv. Es handelt sich nicht um Aquarienschnecken.
Klima und Terrarium
Als Haltungsorientierung gelten tagsüber etwa 25–27 °C, nachts etwa 23–25 °C und eine relative Luftfeuchte um 80–90 %. Werte mit Thermometer und Hygrometer kontrollieren und an das Verhalten der Tiere anpassen. Trotz hoher Luftfeuchte muss eine ausreichende Belüftung vorhanden sein; Staunässe vermeiden.
Für eine kleine Gruppe empfehlen wir eine Grundfläche von mindestens 80 × 40 cm und etwa 40 cm Höhe. Jungtiere zunächst übersichtlich und ausbruchsicher unterbringen, damit Futter und Kalk gut erreichbar bleiben. Den Behälter sicher verschließen, vor direkter Sonne schützen und bei Bedarf eine thermostatisch geregelte Wärmequelle seitlich von außen anbringen.
Bodengrund und Einrichtung
Verwende ungedüngten, schadstofffreien, lockeren Bodengrund, der Feuchtigkeit hält und tief genug zum vollständigen Eingraben ist. Bei größeren Tieren sind etwa 10–15 cm ein sinnvoller Ausgangspunkt. Sauren Bodengrund durch geeigneten kohlensauren Kalk auf einen annähernd neutralen pH-Wert einstellen; die Menge hängt vom Ausgangssubstrat ab. Feuchtes Moos, Laub und weiche Verstecke ergänzen die Einrichtung. Harte Steine und Keramik unter Kletterstellen vermeiden, da Stürze Gehäuseschäden verursachen können.
Futter und Kalkversorgung
Aus unserer Haltungserfahrung: Besonders gerne fressen unsere Tiere Süßkartoffel. Auch Flechten an unbehandelten, schadstofffreien Ästen werden gerne als ergänzender Snack abgeweidet.
Biete abwechslungsreich gewaschenes Gemüse, geeignete Wildkräuter und Blattgrün an, beispielsweise Zucchini, Karotte und Löwenzahn. Gurke und Salat allein ergeben keine ausgewogene Ernährung. Eine saubere Sepiaschale oder andere geeignete Calciumquelle muss ständig separat verfügbar sein. Futterreste regelmäßig entfernen und verschimmelte Nahrung entsorgen. Keine gesalzenen, gewürzten oder verarbeiteten Speisen verfüttern.
Fortpflanzung – bitte vor dem Kauf beachten
Diese Art ist eilebendgebärend (ovovivipar): Die Jungtiere schlüpfen bereits im Elterntier und werden lebend abgesetzt. Nach unseren eigenen Zuchterfahrungen werden pro Geburt etwa 15–20 Jungtiere geboren. Die tatsächliche Anzahl kann variieren. Plane daher bereits vor der Anschaffung ausreichend Platz und eine verantwortungsvolle Nachzuchtkontrolle ein. Auch nach einer Trennung kann gespeichertes Sperma weitere Nachkommen ermöglichen. Tiere niemals in der Natur aussetzen.
Pflege und Umgang
Futterplätze regelmäßig reinigen, Kot und Futterreste entfernen und das Klima täglich prüfen. Tiere möglichst wenig anfassen; bei Bedarf mit sauberen, feuchten Händen unterstützen und niemals am Gehäuse von einer Oberfläche abziehen. Hände nach Arbeiten im Terrarium waschen. Neue Tiere zunächst getrennt beobachten und verschiedene Schneckenarten nicht ungeprüft zusammensetzen.
Versand und Beratung
Tierversand erfolgt grundsätzlich Montag bis Mittwoch und nur bei geeigneten Witterungsbedingungen. Die verfügbaren Versandarten und Kosten werden im Checkout angezeigt. Fragen zur Einrichtung und Pflege beantworten wir unter hallo@rs-aqua.de.