Asperitas bimaensis – grüne Farbform – Baumschnecke
Asperitas bimaensis – grüne Farbform
Herkunft der angebotenen Tiere: Deutsche Nachzuchten – keine Importware.
Diese indonesische Landschnecke nutzt gerne Äste und Pflanzen und wird deshalb als Baumschnecke bezeichnet. Ihr grünes Gehäuse macht sie zu einem besonderen Beobachtungstier im bepflanzten Terrarium. Die Art ist farblich variabel; „grüne Farbform“ bezeichnet die angebotene Färbung und keine eigene Unterart. Farbton und Zeichnung können sich individuell und mit dem Wachstum unterscheiden.
Größen und Preise
- Ab 0,5 cm: 12,00 € je Tier.
- Ab 1 cm: 18,00 € je Tier.
- Ab 1,5 cm: 25,00 € je Tier.
Alle Größen beziehen sich auf das Gehäuse, nicht auf die ausgestreckte Körperlänge. Die Größe allein beweist keine Geschlechtsreife.
Herkunft und Verhalten
Asperitas bimaensis stammt aus Indonesien und gehört zur Familie Dyakiidae. Die Tiere klettern viel und ruhen häufig erhöht. Abends und nachts lassen sie sich besonders gut beobachten. Als teilweise baumbewohnende Landschnecken brauchen sie neben Kletterflächen auch Zugang zum Bodengrund, den sie unter anderem für die Eiablage aufsuchen.
Klima und Haltung
Als Orientierung für die Haltung gelten etwa 24–25 °C am Tag mit leichter Nachtabsenkung auf ungefähr 22–23 °C sowie 80–90 % relative Luftfeuchtigkeit. Die veröffentlichten Erfahrungsberichte unterscheiden sich im Detail; stabile Bedingungen und die Beobachtung der Tiere sind deshalb besonders wichtig. Luftfeuchte mit einem Hygrometer und Temperatur mit einem Thermometer kontrollieren. Dauerhafte Überhitzung, direkte Sonne und Staunässe vermeiden. Eine wirksame Belüftung bleibt auch bei hoher Luftfeuchtigkeit notwendig.
Terrarium und Einrichtung
Richte das Terrarium mit gut befestigten, unbehandelten Ästen, Rinde, Kork und geeigneten schadstofffreien Pflanzen ein. Biete mehrere Ruheplätze und gut erreichbare Futterstellen. Größe und Einrichtung müssen zur Anzahl und Größe der Tiere passen und ausreichend Platz zum Klettern und Bewegen lassen. Jungtiere benötigen eine übersichtliche, ausbruchsichere Unterbringung mit sehr gut erreichbarem Futter.
Ein lockeres, ungedüngtes Substrat mit feuchten Moosbereichen hält die Feuchtigkeit. Es soll feucht, aber nicht vernässt sein. Eine ausreichend tiefe Bodenschicht ermöglicht das Eingraben und die Eiablage. Harte Steine und schwere Keramik unter Kletterplätzen sind wegen möglicher Sturzverletzungen ungeeignet.
Ernährung und Calcium
Aus unserer Haltungserfahrung bilden Baumflechten auf unbehandelten, schadstofffreien Ästen und Rindenstücken einen besonders wichtigen Schwerpunkt der Ernährung. Unsere Tiere weiden diese natürlichen Beläge ausgesprochen gerne ab. Gemeint sind die Flechten auf der Rinde, nicht die Baumrinde selbst als Alleinfutter. Geeignete flechtenbewachsene Zweige sollten regelmäßig zur Verfügung stehen.
Ergänzend bieten wir Süßkartoffel, Gurke und gewaschenen Salat an. Diese sorgen für Abwechslung, ersetzen in unserer Haltung aber nicht das Angebot an Baumflechten. Futteraufnahme beobachten und verderbliche Reste regelmäßig entfernen.
Für die Calciumversorgung verwenden wir in unserer Haltung Calciumcarbonat als Pulver oder geeignete, für Landschnecken bestimmte Mineralbricks. Eine zusätzliche Calciumquelle muss gut erreichbar angeboten werden. Bei Mineralbricks auf eine geeignete Zusammensetzung achten und die Anwendungshinweise des Herstellers beachten.
Bei sehr kleinen Jungtieren ist eine sichere Futteraufnahme besonders wichtig. Züchter berichten unter anderem von guter Annahme einer kleinen Portion Banane mit Spirulina. Das ist eine Ergänzung, kein vollständiger Ernährungsplan. Feuchte Futtermischungen rasch entfernen, bevor sie verderben oder Fliegen anziehen.
Fortpflanzung
Asperitas bimaensis ist eierlegend. Die Eier werden im beziehungsweise am feuchten Bodengrund abgelegt, auch geschützte Plätze unter Rinde können genutzt werden. Nachwuchszahlen und Entwicklungszeiten hängen von den Bedingungen ab; feste Zusagen sind nicht sinnvoll. Plane vor einer Nachzucht genügend Platz und tägliche Pflege für die Jungtiere ein. Tiere und Eier niemals in der Natur aussetzen.
Pflege und Erfahrung
Kontrolliere Klima und Futteraufnahme täglich. Entferne Kot, Futterreste und Schimmel zeitnah. Das Gehäuse ist empfindlich: Tiere nicht gewaltsam von Ästen oder Scheiben lösen. Bei unvermeidbarem Umsetzen den Körper mit sauberen, angefeuchteten Händen unterstützen. Neue Tiere zunächst getrennt beobachten und verschiedene Arten separat halten.
Die Haltung und besonders die Aufzucht erfordern sorgfältige Beobachtung. Wir empfehlen die Art vor allem Haltern mit Erfahrung bei tropischen Landschnecken.